So funktioniert die Verwertung von alten Autos

Du interessierst Dich für Autoverwertung, weil Dein Auto alt ist und nicht mehr fahrbereit ist? Oder willst einfach wissen, wie so etwas abläuft? Wir erklären Dir worauf es bei der Autoverwertung ankommt.

Beim Recyceln von alten Autos geht es darum, die Rohstoffe, die im Fahrzeug verbaut wurden, zurückzugewinnen. Vorrangig geht es dabei um das Metall, aber auch andere Rohstoffe, vor allem in neueren Autos, lassen sich wiederverwerten. Eine EU-Richtlinie schreibt für neuere Autos vor, dass 95 Prozent des Kfzs wiederverwertbar sein sollten, bei alten Autos sind es oftmals nur 20 Prozent.

Die verschiedenen Autoverwertungsarten im Überblick
Nicht jede Autoverwertung läuft auf die gleiche Weise ab. Drei verschiedene Möglichkeiten gibt es, ein Auto zu verwerten: Kompaktierung, Fraktionierung und Stilllegung.
Bei der Kompaktierung werden zunächst alle Teile demontiert, die möglich und noch verwertbar sind. Danach wird das Autowrack in einer Metallpresse auf Minimalgröße gepresst und danach zerkleinert.
Bei der Fraktionierung geht es um die Zerkleinerung der Reste des Autos in verschiedenen, aufeinanderfolgenden, Stufen. Dazu wird ein starker Magnet eingesetzt, der den Stahl vom Rest des Autos trennt. Danach entfernen sogenannte Sinkanlagen den Kunststoff im Auto. In weiteren Arbeitsgängen geht es um die Trennung der verschiedenen Metalle, um sie wiederzuverwerten. Was dann noch vom Auto übrig bleibt wird RESH genannt.
Die sogenannten RESH-Materialien (RE = Reststoffe / SH = Shredder) wie Autositze, Armaturenbrett und Isolierungen, Glas, Leder oder Pappe, lassen sich nicht wiederverwerten und werden geschreddert.

So lässt Du Dein Auto verwerten
Wenn Dein Auto alt ist und nicht mehr fährt, ist es logischerweise nicht damit getan, das alte Auto am Straßenrand abzustellen. Wird ein Schrottauto illegal entsorgt, kann das ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen. Damit alte Autos nicht einfach irgendwo entsorgt werden, ist ein Entsorgungsnachweis notwendig, den nur ein zertifizierter Autoverwertungsfachbetrieb, wie beispielsweise die zertifizierten Autoverwertungsfachbetrieb, ausstellen kann.
Für die Verwertung des Autos sind alle Papiere wie Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief und die Zulassungsbescheinigung Teil I und II notwendig, die dem Fachbetrieb vorgelegt werden müssen. Auf Wunsch führen die meisten Verwertungsbetriebe auch die Abmeldung des Autos durch, sodass Du Dir einen Behördengang sparst. Nach der Verwertung wird der Nachweis für die sachgerechte Entsorgung ausgestellt, die ebenfalls der Zulassungsstelle vorgelegt werden muss. Manche Betriebe stellen einen solchen Nachweis vorab aus, sodass nur ein Gang zur Zulassungsstelle für Abmeldung und Entsorgung notwendig ist. Es ist also nicht schwer, das Auto verwerten zu lassen, meist ist es schwerer, die Erinnerungen, die am Fahrzeug hängen mit in die Verwertungspresse zu geben.

 

Bildquelle: Stephan Wengelinski / pixelio.de

         
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