Fußball: Zwischen Heimischen Sponsoren und Millionen-Konzernen

Die Gelder aus Sponsoringverträgen sind für Vereine aus dem Profibereich Fußball überlebensnotwendig. Millionenbeträge von großen Unternehmen oder auch kleineren, lokalen Werbeträgern ermöglichen es, den Vereinen im Milliardengeschäft Fußball konkurrenzfähig zu bleiben. Der Sponsorenmarkt ist von beiden Seiten (Vereine und Sponsoren) hart umkämpft, bringt er doch beiden Seiten erhebliche Vorteile.

Sponsoring: Lukrative Partnerschaft für beide Seiten
Fußball ist ein Milliardengeschäft. Ein Stück vom übergroßen Kuchen abzubekommen ist Ziel von zahlreichen Großkonzernen und Millionen-Unternehmen. Um auf dem Markt der beliebtesten Sportart der Welt präsent zu sein, lassen sich speziell die Unternehmensgiganten Sponsorenverträge mit den größten Marken des Fußballs einiges kosten. So verdient allein der FC Bayern München durch die Sponsorenpartnerschaft mit der Telekom jährlich rund 50 Millionen Euro.

Diese gigantischen Summen werden selbstverständlich nur von den Branchenprimi erreicht, aber auch die restlichen Bundesligavereine generieren Millionenbeträge mit Sponsorenverträgen. Im Amateurbereich halten sich die Beträge jedoch deutlich in Grenzen. Hier bestimmen eher lokale Partnerschaften das Geschäft. Im lukrativen Markt des Profibereiches bieten sich den Unternehmen mit Namensrechten an Stadien, Trikotwerbung oder Bandenwerbung im Stadion aber nahezu optimale Werbeflächen.
Für Wettanbieter zum Beispiel stellen Fußballvereine einen der besten Kanäle für Eigenwerbung. „Neben einfältigen und längst etablierten Methoden wie eine APP, die einen Erinnerungs- und Sympathiewert bei den Usern erhöhen soll, fühlen sich Sportwetten-Sponsoren bei den Erstligisten der Bundesliga immer am wohlsten“, erklärte ein Vertreter von www.sportwettenapp.org. Der Sportwettensektor ist einer der am stärksten vertretenen Bereiche im Sponsoring von Fußballvereinen. Dass ausschließlich die Vereine von den Sponsorengeldern profitieren, ist jedoch ein Irrtum.

Vorteile aus Sicht der Sponsoren
Sponsoring ist, im Vergleich zu herkömmlichen Werbemethoden wie Radio- oder TV-Werbung, eine alternative, vielfältig gestaltbare Werbeform zu einem verhältnismäßig günstigen Preis-/Leistungsverhältnis. Außerdem setzt die Werbung über Sponsoren andere Reizpunkte. Eine Trikotwerbung kann zum Beispiel auch nicht wie ein Werbeclip weggeschaltet werden.

Der Sponsor kann durch eine Vereins-Partnerschaft eine Profiloptimierung erlangen. Das Team erhöht den Bekanntheitsgrad und kann Eigenschaften wie zum Beispiel Dynamik, Stärke, Teamgeist auf das Image des Sponsors übertragen.

Speziell im Jugend- und Amateurfußball können lokale Sponsoren durch die Verbreitung der Partnerschaft über soziale Netzwerke profitieren.

Je nach Unternehmensausrichtung bieten sich zum Beispiel an Spieltagen, Mitgliederversammlungen oder Fantreffen verschiedene Vertriebsmöglichkeiten ihres Produktes oder ihrer Dienstleistung an.

Vorteile aus Sicht der Vereine
Sponsoring generiert Millionenbeträge, die zur Unterhaltung einer Profimannschaft und allen weiteren Vereinskosten unbedingt notwendig sind. Auch Materialzulieferungen, wie zum Beispiel Dienstwagen, bieten dem Verein Vorteile.

Neue Partnerschaften und Verträge bringen weitere Aufmerksamkeit in den Medien und dienen ebenso als Vereinswerbung.

Die Imagearbeit und -verknüpfung beruht auf Gegenseitigkeit. Starke und bekannte Unternehmen können nicht nur vom Vereinsimage profitieren, sondern können auch den Stellenwert und die Aufmerksamkeit des Vereins anheben.

Lokale Sponsoren und „Global Player“
Fußballvereine verdienen ihr Geld über verschiedene Bereiche. Neben stetig wachsenden TV-Geldern, Einnahmen aus Merchandisingartikeln und Eintrittsgeldern bei Heimspielen sind die Einnahmen aus Verträgen mit verschiedensten Sponsoren von höchster Bedeutung. Ihre Werbung sieht man nahezu ständig, auch wenn sie eher unterbewusst wahrgenommen wird. Sei es auf dem Trikot, auf der Werbebande oder im Namen des Stadions, die Werbevarianten sind vielfältig. Die Sponsoren selbst diversifizieren sich ebenso wie die Werbemöglichkeiten. Neben den Konzerngiganten und globalen Playern, die in der Regel als Hauptsponsor tätig sind und die größten Summen in den Verein spülen, beteiligen sich auch immer mehr lokale Unternehmen und Firmen am Vereinssponsoring.

Sie nutzen die lokale Anziehungskraft der Vereine um ihre Dienstleistung oder ihr Produkt in der Region an den Mann zu bringen. Ebenso steigern sie das Interesse und die Anziehungskraft der Firma für potenzielle neue Arbeitskräfte aus der Region. So bewertet zum Beispiel auch der Geschäftsführer Josef Wagner von Buttinette seine neu geschlossene Partnerschaft mit dem FC Augsburg äußerst positiv: „Der FC Augsburg ist ein sehr starker Sympathieträger der Region und stößt bei immer mehr Menschen auf Interesse, unabhängig von Alter und Geschlecht.“

Achtung: Onlinespiele sind erst ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt und können in einer Spielsucht enden. Informationen hierzu finden Sie bei der Bundeszentarle für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) unter: www.bzga.de

 

Bildquelle: Klicker / pixelio.de

         
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